Abgasemission

Abgasemissionen bei Stromaggregaten: Welche gelten, welche sind einzuhalten?

Achtung!: Die Übergangsphase für mobile Stromerzeuger mit Leistungen unter 56 KW und über 130 KW läuft bis Dezember 2020. Modelle mit Leistungen zwischen 56 und 130 KW, mit Motoren Stage IIIA, sind bis Dezember 2021 weiterhin erhältlich.

Abgasgesetzgebung: Grundsätzlich wird in Deutschland unterschieden zwischen „Stationäre Anlangen“ und „Mobile Maschinen

Stationäre Anlagen

Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) ist eine allgemeine Verwaltungsvorschrift der deutschen Bundesregierung zum Bundes-Immisionsschutzgesetz (BImSchG). Sie enthält Grenzwerte für Emission und Immission von Schadstoffen aus stationären Anlagen und schreibt die entsprechenden Messverfahren und Berechnungsverfahren vor.

Der TA Luft unterliegen Anlagen mit Verbrennungsmotoren für den Einsatz von:

  • Altöl, Deponiegas unabhängig von der Leistung
  • Biogas, Erdgas, Klärgas mit MWth > 1
  • Anderen Kraftstoffen (Dieselkraftstoff) mit MWth > 1
  • Die Emissionswerte beziehen sich auf trockenes Abgas mit 5 % Restsauerstoff.
  • Staub bedeutet Gesamtstaub, einschließlich der Anteile an krebserzeugenden, erbgutverändernden oder reproduktionstoxischen Stoffen

 

Dieselmotoren (Selbstzündungsmotoren)

Für Dieselmotoren <3 MW th. gilt: Staub 20 mg/mn3 | CO 300 mg/mn3 | NOX 1000 Staub mg/mn3

Für Dieselmotoren >3 MW th. gilt: Staub 20 mg/mn3 | CO 300 mg/mn3 | NOX 500 Staub mg/mn3

  • Grenzwerte gelten für bestimmungsgemäßen Betrieb (meist Nennleistung)
  • Verbrennungsmotoranlagen, die ausschließlich dem Notantrieb dienen, oder bis zu 300 Stunden pro Jahr zur Abdeckung der Spitzenlast (z. B. bei der Stromerzeugung, der Gas- oder Wasserversorgung) betrieben werden, haben einen Staubgrenzwert von 80 mg/mn3. Die Grenzwerte für NOx- und CO-Emissionen gelten dann nicht.
  • Bei Zweitaktmotoren gilt ein NOx-Grenzwert von 800 mg/mn3.
  • Die Grenzwerte für Formaldehyd im Abgas von Biogasmotoren wurden verschärft und dürfen ab 1. 1.2009 nicht über 40 mg/mn3 liegen. Für andere Motoren gelten weiterhin 60 mg/mn3.

 

Mobile Maschinen und Geräte

Die Abgasgesetzgebung für mobile Maschinen und Geräte erfolgt in der EU durch die Richtlinie 97/68/EG in der Fassung: 2010/26/EG. Sie wurde mit der 28. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in deutsches Recht umgesetzt.

Die aktuellen Emissionsstufen und Einführungszeiten sind in der Tabelle als Übersicht aufgeführt. Im Jahr 2004 wurden die Grenzwertstufen III A, III B und IV verabschiedet. Der Geltungsbereich wurde um Dieselmotoren für den Bahneinsatz, den Binnenschiffsbetrieb und stationär betriebene mobile Dieselmotoren in Aggregaten ergänzt.

Verordnung EU 2016/1628

Bekanntermaßen wurde 1997 mit dem Ziel, die Emissionen von Luftschadstoffen schrittweise zu reduzieren, die Richtlinie 97/68/EG verabschiedet, die die Anforderungen in Bezug auf die Emissionsgrenzwerte (Phase I, II, IIIA, IIIB und IV) und die Typgenehmigung für Verbrennungsmotoren für nicht für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen festgelegt.
 
Im Januar 2017 wurde die Richtlinie 97/68/EG außer Kraft gesetzt und durch die Verordnung (EG) 2016/1628 ersetzt, die die Emissionsgrenzwerte für gasförmige Schadstoffe und luftverunreinigende Partikel (bekannt als Phase V) für Verbrennungsmotoren für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen, ebenso die administrativen und technischen Anforderungen hinsichtlich der Typgenehmigung festlegt. Diese Verordnung betrifft die Produkte, die ab 1. Januar 2019 verkauft werden. Es ist jedoch eine ‚Übergangsphase‘ vorgesehen, die den Verkauf der Anlagen mit Motoren erlaubt, die 2018 gefertigt wurden, und damit noch nicht nach Stage V zugelassen sind. 

Emissions-Reduktions-Technologie – Bestens für die Zukunft gerüstet

Die größte Herausforderung, der sich unsere Branche heute gegenübersieht, ist die Umsetzung der Abgasemissionsgesetze. Seit 1986 werden in Europa und in den USA Vorschriften eingeführt, die die Schadstoffmenge in den Abgasen von Dieselmotoren systematisch reduzieren. Luftverunreinigende Stoffe, die auf die Verbrennung fossiler Kraftstoffe zurückzuführen sind, sind für eine Reihe negativer Umwelteinflüsse verantwortlich, wie beispielsweise sauren Regen (der zu Waldsterben führt), Smog und Treibhausgase, die mit der globalen Klimaerwärmung in Verbindung gebracht werden.

Hightech bewirkt niedrige Emissionen

DVERT® (DEUTZ Variable Emissions-Reduktions-Technologie) ist unsere Antwort auf die zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden. DVERT® steht für ein modular aufgebautes System von Technologien, die in die vielen verschiedenen Konfigurationen unserer Motoren einfließen. Das wesentliche Prinzip lautet:

»So viel Technologie wie nötig und nicht so viel wie möglich.«

Nahezu sämtliche Elemente des DVERT®-Konzeptes können hintereinander kombiniert werden, um für das gewünschte Ergebnis hinsichtlich Motorleistung, Einhaltung von Emissionsgrenzwerten und Wettbewerbsfähigkeit zu sorgen. Mit unserem äußerst flexiblen System können wir sicherstellen, dass eine »Übertechnisierung« vermieden wird und nur so viel Technologie zum Einsatz kommt, wie erforderlich und sinnvoll ist.