Abgasemission

Abgasemissionen bei Stromaggregaten, welche gelten, welche sind einzuhalten?

Abgasgesetzgebung: Grundsätzlich wird in Deutschland unterschieden zwischen „Stationäre Anlangen“ und „Mobile Maschinen“

Deutschland – Stationäre Anlagen

Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) ist eine allgemeine Verwaltungsvorschrift der deutschen Bundesregierung zum Bundes-Immisionsschutzgesetz (BImSchG). Sie enthält Grenzwerte für Emission und Immission von Schadstoffen aus stationären Anlagen und schreibt die entsprechenden Messverfahren und Berechnungsverfahren vor.

Der TA Luft unterliegen Anlagen mit Verbrennungsmotoren für den Einsatz von:

  • Altöl, Deponiegas unabhängig von der Leistung
  • Biogas, Erdgas, Klärgas mit MWth > 1
  • Anderen Kraftstoffen (Dieselkraftstoff) mit MWth > 1
  • Die Emissionswerte beziehen sich auf trockenes Abgas mit 5 % Restsauerstoff.
  • Staub bedeutet Gesamtstaub, einschließlich der Anteile an krebserzeugenden, erbgutverändernden oder reproduktionstoxischen Stoffen

Dieselmotoren (Selbstzündungsmotoren)

Für Dieselmotoren <3 MW th. gilt: Staub 20 mg/mn3 | CO 300 mg/mn3 | NOX 1000 Staub mg/mn3

Für Dieselmotoren >3 MW th. gilt: Staub 20 mg/mn3 | CO 300 mg/mn3 | NOX 500 Staub mg/mn3

  • Grenzwerte gelten für bestimmungsgemäßen Betrieb (meist Nennleistung)
  • Verbrennungsmotoranlagen, die ausschließlich dem Notantrieb dienen, oder bis zu 300 Stunden pro Jahr zur Abdeckung der Spitzenlast (z. B. bei der Stromerzeugung, der Gas- oder Wasserversorgung) betrieben werden, haben einen Staubgrenzwert von 80 mg/mn3. Die Grenzwerte für NOx- und CO-Emissionen gelten dann nicht.
  • Bei Zweitaktmotoren gilt ein NOx-Grenzwert von 800 mg/mn3.
  • Die Grenzwerte für Formaldehyd im Abgas von Biogasmotoren wurden verschärft und dürfen ab 1. 1.2009 nicht über 40 mg/mn3 liegen. Für andere Motoren gelten weiterhin 60 mg/mn3.

Deutschland – Mobile Maschinen und Geräte

Die Abgasgesetzgebung für mobile Maschinen und Geräte erfolgt in der EU durch die Richtlinie 97/68/EG in der Fassung: 2010/26/EG. Sie wurde mit der 28. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in deutsches Recht umgesetzt.

Die aktuellen Emissionsstufen und Einführungszeiten sind in der Tabelle als Übersicht aufgeführt. Im Jahr 2004 wurden die Grenzwertstufen III A, III B und IV verabschiedet. Der Geltungsbereich wurde um Dieselmotoren für den Bahneinsatz, den Binnenschiffsbetrieb und stationär betriebene mobile Dieselmotoren in Aggregaten ergänzt.

 

 

Emissions-Reduktions-Technologie – Bestens für die Zukunft gerüstet

Die größte Herausforderung, der sich unsere Branche heute gegenübersieht, ist die Umsetzung der Abgasemissionsgesetze. Seit 1986 werden in Europa und in den USA Vorschriften eingeführt, die die Schadstoffmenge in den Abgasen von Dieselmotoren systematisch reduzieren. Luftverunreinigende Stoffe, die auf die Verbrennung fossiler Kraftstoffe zurückzuführen sind, sind für eine Reihe negativer Umwelteinflüsse verantwortlich, wie beispielsweise sauren Regen (der zu Waldsterben führt), Smog und Treibhausgase, die mit der globalen Klimaerwärmung in Verbindung gebracht werden.

Hightech bewirkt niedrige Emissionen

DVERT® (DEUTZ Variable Emissions-Reduktions-Technologie) ist unsere Antwort auf die zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden. DVERT® steht für ein modular aufgebautes System von Technologien, die in die vielen verschiedenen Konfigurationen unserer Motoren einfließen. Das wesentliche Prinzip lautet:

»So viel Technologie wie nötig und nicht so viel wie möglich.«

Nahezu sämtliche Elemente des DVERT®-Konzeptes können hintereinander kombiniert werden, um für das gewünschte Ergebnis hinsichtlich Motorleistung, Einhaltung von Emissionsgrenzwerten und Wettbewerbsfähigkeit zu sorgen. Mit unserem äußerst flexiblen System können wir sicherstellen, dass eine »Übertechnisierung« vermieden wird und nur so viel Technologie zum Einsatz kommt, wie erforderlich und sinnvoll ist.